Institut für Empirische Wirtschaftsforschung Universität Zürich
Im Entscheidungsaspekt werden unscharfe Systeme als unscharfe Spielsituationen betrachtet. Auf diese Weise müssen die klassischen Prinzipien der
Maximierung des Erwartungsnutzens der Akteure, des Minimax-Theorems im Bereich der Unschärfe erweitert werden. Die Entscheidungen in unscharfen
Systemen werden mittels der Prinzipien der Maximierung von minimalen Präferenzen und der Maximierung von minimalen gewichteten Summen bestimmt.
Auf diese Wiese können in polit-ökonomischen Systemen unscharfe Gleichgewichtspunkte und Stabilitätsbedingungen ermittelt und damit
auch das Risiko der Fehlentscheide vermindert.
Dabei ist die statistische Testbarkeit von wesentlicher Bedeutung, wobei die Glaubwürdigkeit des Masses der Unschärfe analysiert wird. Im Bereich
der unscharfen mehrstufigen Entscheidungen können optimale Strategien mittels entsprechender Entscheidungsbäume oder unscharfer Superspiele
analysiert werden. Dabei werden Adaptivitäts-, Lern- und Regelungsaspekte berücksichtigt.
Im Allgemeinen wird in dieser Arbeit gezeigt, dass in unscharfen Systemen optimale Strategien auf der Basis der unscharfen Spieltheorie ermittelt werden können. Diese Lösungen werden anhand verschiedener Beispiele aus der politischen Ökonomie illustriert. Beim Problem der Steuerhinterziehung werden die Prognosen der unscharfen Lösung mit der klassischen Lösung des Spiels vergleichen und Methoden vorgeschlagen, wie dies empirisch getestet werden kann.